Neues aus dem Walter-Hümmer-Haus

Neues Tablet für das Walter-Hümmer-Haus

Über ein neues Tablet freuen sich die Bewohner des Walter-Hümmer-Hauses in Selbitz. Damit können sie via Internet mit Angehörigen und Freunden kommunizieren.

Aufgrund der Corona-Pandemie gelten im Selbitzer Altenpflegeheim der Christusbruderschaft noch immer Besuchsbeschränkungen. „Der Schutz unserer Bewohner hat für uns oberste Priorität“, verdeutlicht Einrichtungsleitung Schwester Therese Butterweck.

Sie sieht das Tablet deshalb als weiteres Puzzleteil für noch mehr Lebensqualität im Altenpflegeheim in dieser schwierigen Zeit. „Weil der Rotary-Club Hof-Bayerisches Vogtland e.V. im Rahmen seiner Corona-Hilfe unserem Verein Hilfe für Nachbarn e.V. eine großzügige Spende übergeben hat, haben wir uns entschieden, von diesem Geld die Alten- und Pflegeeinrichtungen in unserer Region bei Bedarf mit Tablets auszustatten“, erklärte Helmut Schlee, Leiter der Kommunalkundenbetreuung der Sparkasse Hochfranken, bei seinem Besuch im Walter-Hümmer-Haus.

Der Verein Hilfe für Nachbarn e.V. ist eine Initiative der Frankenpost und der Sparkasse Hochfranken. Die Spende für das Altenpflegeheim macht die Frankenpost mit einem kostenlosen E-Paper-Abonnement für drei Monate komplett.

Susi

 

Helmut Schlee von der Sparkasse Hochfranken überreichte Einrichtungsleitung Schwester Therese Butterweck das neue Tablet für die Bewohner des Walter-Hümmer-Hauses.

Neu im Einsatz: "Susi" und der Erlebniswagen

Die zunehmende Anzahl an bettlägerigen Bewohnern macht ein Umdenken bei der Tagesgestaltung und Betreuung erforderlich. In Kürze gibt es für diese Bewohner im Walter-Hümmer-Haus ein ganz besonderes Angebot:

Mit einem mobilen Erlebniswagen werden wir Mitarbeiterinnen vom Arbeitsbereich Tagesgestaltung und Betreuung versuchen, die Welt ans Bett zu bringen.

Zu verschiedenen jahreszeitlichen und biographisch abgestimmten Themen wird ein Gesamteindruck entwickelt, bei dem alle Sinne angesprochen werden. So können wir zum Beispiel einen Waldspaziergang simulieren, in dem wir mit Hilfe eines Beamers einen Waldweg an die Decke oder Wand projizieren, eine Aromalampe verströmt dazu Fichtennadelduft, Tannenzapfen werden zum Befühlen gereicht und Vogelgezwitscher eingespielt.

Das Spüren von Schwingungen, wie sie beim Laufen über die Ferse entstehen, geht im Bett mit der Zeit verloren. Mit dem Einsatz vibratorischer Angebote wollen wir versuchen, die Körperwahrnehmung der Bewohner anzuregen. Auch das Spüren der eigenen Körpergrenzen und das Wahrnehmen der Lage im Raum können wir so gezielt fördern.

Besonders viel erhoffen wir uns von unserem neuen "Haustier" – der Sensorkatze "Susi". Die lebensecht nachempfundene Katze schnurrt, miaut und buckelt, wenn man sie streichelt. Studien haben bewiesen, dass gerade das Schnurren einer Katze positive Auswirkungen auf den menschlichen Organismus hat. Katzenschnurren kann dazu beitragen, den Blutdruck zu senken, es wirkt beruhigend und führt zur Ausschüttung des Wohlfühlhormons Serotonin.

Susi

 
Mit "Susi" wollen wir im Walter-Hümmer-Haus einen ersten Schritt in Richtung Robotik und künstliche Intelligenz in der Altenpflege wagen.

Ann-Kristin Baderschneider