Neues aus dem Walter-Hümmer-Haus

Vorankündigung

Tagespflege im Walter-Hümmer-Haus

Zur Entlastung pflegender Angehöriger bieten wir ab demnächst 3 eingestreute Plätze für Tagespflegegäste an. Diese haben die Möglichkeit, von Montag bis Samstag in der Zeit zwischen 8 Uhr und 17.00 Uhr, begleitet und betreut, an den Mahlzeiten sowie an den Angeboten des Arbeitsbereichs Tagesgestaltung und Betreuung teilzunehmen.
Das Angebot richtet sich an mobile ältere Menschen, die mindestens in Pflegegrad 2 eingestuft worden sind und nicht krankheitsbedingt zu aggressiven Verhaltensweisen neigen oder weglaufgefährdet sind.

Kulturelle Reise nach Weißrussland

Eine kulturelle Reise nach Osteuropa unternahmen die Bewohner des Pflegebereiches Salem am Abend des 16. November. Die Reise fand in Begleitung unserer weißrussischstämmigen Betreuungsassistentin Natalia Martin (Foto) statt.

Kulturelle Reise nach Weißrussland

Schon am Anfang haben die Gäste unseren Raum bewundert, der mit Gegenständen geschmückt war, die eine traditionelle slawische Atmosphäre herbeizauberten.

Frau Martin hat über Weißrussland erzählt und dazu Bilder gezeigt.

Sie berichtete, dass viele Menschen keinen Unterschied machen zwischen Weißrussland (Belarus) und Russland, weil beide – heute einzelne Staaten – in der Zeit der Sowjetunion miteinander verbunden waren. Es gibt aber deutliche Unterschiede in den Traditionen, wobei gemeinsame slawische Wurzeln vorhanden sind. Im Landesnamen steckt einerseits Russland, aber auch WEISS.

Mit Interesse hörten die Gäste, dass der Landesnamen von den weißen Trachten kommt. Die Menschen in dem Gebiet trugen immer Trachten aus gebleichtem Leinen. Die Gäste hatten das noch nie gehört. Sie konnten an Frau Martin selbst die Tracht, verziert mit reichlich Stickerei, sehen.

Früher war Stickerei nicht nur Verzierung, vielmehr hatte sie symbolische und beschützende Bedeutung.

Schwerpunkt des Treffens waren die Volkskunst und -kultur. Zu den Besonderheiten gehören die traditionellen slawischen Püppchen (Foto rechts).

Kulturelle Reise nach Weißrussland

Diese Püppchen wurden für verschiedene Jahresfeiern gemacht, oft hat man damit Mädchen auf das Erwachsenenleben vorbereitet. Historisch hatten slawische Püppchen keine Augen, weil man in vergangenen Zeiten glaubte, dass aus den Augen böse Geister kommen können.

Eine große Überraschung war Sr. Therese gelungen, als sie beim Hereingehen ein russisches Lied vorgetragen hat.

Kulturelle Reise nach Weißrussland

Es gab nicht nur geistige Nahrung, sondern auch etwas für den Gaumen. Alle Gäste durften weißrussische und russische Spezialitäten probieren, u.a. Piroschki (gefüllte Teigtaschen, Foto rechts) und den Brottrunk Kwas.

Natalia Martin sagte: „Ich habe mich sehr gefreut, dass ich meinen Gästen mein Land vorstellen durfte und dass mir so großes Interesse entgegengebracht wurde. Ich bin der Meinung, voneinander zu erfahren schafft gegenseitiges Vertrauen.“

Der weißrussische Abend war ein voller Erfolg. Die Bewohner haben noch lange darüber gesprochen.

Für mich war es einfach interessant, das Land kennenzulernen, weil ich noch niemand von dort kannte. Es war für mich eine sehr vertraute Atmosphäre und ein sehr gemütlicher seliger Abend.
Bewohner Georg Seebald

Ich war sehr beeindruckt und überrascht, welche reiche Volkskultur in Weißrussland herrscht: Bräuche, Stickerei, Trachten und Essen. Die Piroschki waren besonders gut.
Bewohnerin Maria Schneider